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  LAV Ausdrucke der Listings und Plots aus einer Nachrechnung

Diese Talsperre wurde im Jahr 1953 fertig-gestellt. Sie wurde als  kombinierte Bogen-Gewichtsmauer  ausgeführt.
Es erfolgte eine Nachrechnung im Jahr 1991 um vor allem auch die dynamische Wirkung dieser Talsperre aufzuzeigen.
Das Stauziel des Speichersees liegt bei 2000 m.
Für mich hat diese Staumauer eine besondere Bedeutung, da ich sie lange Zeit betreuen dürfte und daran viele Untersuchungen vor allem in Hinblick auf dynamische Beanspruchungen stattgefunden haben.
Versuche mit der dynamischen Erfassung der Wirksamkeit mit Hilfe eines Wibro-Tynes wurden dafür ausgeführt. Jedoch hat sich gezeigt das die dynamische Beurteilung bei einem Starkwind ebenfalls sehr aussagekräftig war.
Das Talbecken wurde von der Pasterze geformt und ist durch den Rückgang des Pasterzengletschers eisfrei geworden. Die Wässer werden durch den 11.6 km langen Möllüberleitungsstollen  in den Speicher Mooserboden gepumpt. Dieser Tunnel untergräbt den Alpenhauptkamm, der den Drau-Bereich vom Kapruner-Bereich trennt.
Auch wurde durch den anschließenden Gletscher sehr viel Geschiebefracht in das Staubecken gebracht und dieses hat die Talsperre bis in große Höhen belastet. Eine Endsandungsanlage ist in Planung.

Sperre Moell
              Gelaende
Bild des Speicherbeckens mit der Talsperre Kreisbogen-Gewichtsmauer und dem darüber-liegenden Sandersee
(schon verlandet).

Nach DI H.Schüller "Die Oberstufe der "Tauerkraftwerke Glockner- Kaprun, Sept. 1955" wurde die Situation wie folgt dokumentiert:

Der Margaritzenspeicher:

Da das Mölltal vom Gletschertor der Pasterze bis weit unter den Horizont des Mooserbodens steil abfällt, läßt sich auch mit größtem Aufwand kein nennenswerter Speicherraum gewinnen. von den drei möglichen, ihrer Art noch sehr verschiedenen Sperrenstellen: am Elisabethfelsen, an der Margaritze und an der Steinernen Brücke, ist die Stelle an der Margaritze technisch und wirtschaftlich am besten geeignet. Hier kann die eigentliche Möllschlucht, deren Erosionsrinne etwas unter 1910 m Seehöhe liegt, durch eine schlanke Gewölbemauer und das breite Margaritzental im Süden, mit einer Sohlhöhe von rund 1960 m, durch eine schwach gekrümmte Gewichtsmauer abgeschlossen werden.
Der an der Margaritze errichtete Speicher, der den Charakter eines Auffangbeckens für den sommerlichen Tagesschwall der Schmelzwässer  der Pasterze hat, bedarf zur Erfüllung dieser Aufgabe eines Speicherraumes von rund 1 hm³, der bei einem tiefsten Absenkziel von 1980 m  ü.d.A.M.  bereits mit einem Stauziel von 1990 m erreicht wird. Bedenken wegen einer zu raschen Verlandung des Stauraumgrunds zu geringer Wärmekapazität des Speicherinhaltes bei einem neuerlichem Vorstoß der Pasterze, waren die Begründung für die Erhöhung des Stauzieles auf 2000 m ü.d.A.M.  und einem Nutzinhalt von 3.1 Mio m³. Eine weitere Erhöhung über das Stauziel des Mooserbodens, die die Errichtung eines Pumpwerkes erübrigt hätte, war aus topographischen Gründen unmöglich und eine solche um 10 - 20m unwirtschaftlich.
Der Talboden, eine mit einer Moränendecke überzogene Gletscherwanne, baut sich zum größten Teil aus Kalkglimmerschiefer auf, der von einer Störungszone in nordsüdlicher Richtung durchzogen wird. Die Umrahmung des Beckens wird auf den Seiten von gesunden und wenig geklüftetem Kalkglimmerschiefer, im Süden auch von Hell- und Grünschiefer gebildet und bedarf schon in Hinblick auf die geringe Stauhöhe keiner besonderen Dichtungsmaßnahmen.

Die Möllsperre:

Die eigentliche Mölltal setzt sich an der Sperrenstelle aus zwei morphologisch verschiedenen Querschnitten zusammen. Auf die vom Möllwasser eingeschnittene Schlucht setzt sich eine flachere, vom Gletschereis ausgehobelte Mulde, die sich am Taleingang zum unteren Keesboden weitet. Die Talform ist sowohl in der Schlucht als auch im Schluchtmund für den Abschluß durch eine schlanke Gewölbemauer besonders geeignet. Die Einbindung der Mauer in die Schlucht hätte den Vorteil der kleineren Kronenlänge , geringerer Unsymmetrie  und besserer Felsbeschaffenheit gehabt, dafür  aber den Nachteil schlechterer Zugänglichkeit  des schwierigeren Aushubes und der noch größeren Mauerhöhe bei annähernd gleicher Betonkubatur gebracht. Die jetzige Situation im Schluchtmund bot bei ausreichend guter Felsbeschaffenheit den Vorteil der besseren Kämpferlage und der leichteren Baurarbeit.
Die Möllsperre ist eine stark unsymmetrische Geichwinkelmauer. Die theoretische Kronenstärke beträgt 3,00 m. Auf 1940 m Höhe erreicht die Mauer eine größte Scheitelstärke von  knapp 8,00 m. Die darunterliegende Erosionsrinne wurde durch einen verbreiterten Fundamentblock geschlossen, der den zweiten Grundblaß aufnimmt und unter Krone 2002,15 m seine Aufstandsfläche findet. Der mittlere Kronenkreis hat einen Radius von 62,30 m bei einer Bogenlänge von 164 m und einem Öffnungswinkel von 155°. Die größte Mauerhöhe beträgt 93 m. Als Baustoffe wurde der gleiche Beton wie für die Margaritzensperre verwendet. Die lotrechte Beanspruchung der Mauer ist infolge der überwiegenden Bogenwirkung unbedeutend. Die größte Felspresssung in gleicher Höhe rund 40 kg/cm². Die Betonierung des Gewölbes erfolgte in Blöcken in 14 m Breite mit verzahnten Fugen, die durch Kupferbleche an der Luft- und Wasserseite gedichtet sind und mit Hilfe eingelegter Horizontalbleche  abschnittsweise mit Zementmilch ausgepresst wurden."

Die nachfolgenden Bilder stammen ebenfalls aus diesem Sonderdruck!


Sperre Moell Gelaende
Bild des Bau's der Möllsperre in den 1950-er Jahren.

Sperre Moell Grundriss und Schnitt
Bild des Grundrisses und des Längsschnittes der Möllsperre von der Luftseite

Sperre Moell Grundriss und Schnitt

Bögen der
              Moell-Sperre
                LAV-Kreis-Bögen aus der Geometrie (symmetrisiert)

Moell
            Entwurfsparameter
 Entwurfs-Diagramme MOELL aus CODCOD

LAV -Listing und Plots der Sperre Möll

  Für eine Nachrechnung im Sinne einer Vibro-Dyn Untersuchung wurde eine annähernde LAV Untersuchung angeschlossen. Dabei wurde auch versucht die Windanregung ebenfalls für eine dynamische Analyse zu verwenden.

/
MOELLSPERRE 2.ANPASSUNG-PROMPER 1.MH=SUED MOE-1A
0 2 7 /
/
.00 1 /
.00 .00 61.60 63.20 /
.00 10.75 59.82 /
.00 .00 3.00 3.50
2.00 1 /
2.00 .00 60.34 62.09 /
2.00 10.13 57.59 /
2.00 .00 3.03 3.62
16.00 1 /
16.00 .00 48.52 53.28 /
16.00 7.34 38.61 /
16.00 .00 3.70 5.68
30.00 1 /
30.00 .00 32.80 39.91 /
30.00 6.78 23.95 /
30.00 .00 4.55 7.56
44.00 1 /
44.00 .00 18.95 26.06 /
44.00 7.41 15.59 /
44.00 .00 5.48 8.13
56.00 1 /
56.00 .00 11.84 16.22 /
56.00 8.68 13.81 /
56.00 .00 7.00 8.16
58.00 1 /
58.00 .00 10.65 15.00 /
58.00 8.90 13.34 /
58.00 .00 7.32 8.17
.00 2 /
.00 .00 61.80 /
.00 10.75 60.72 /
.00 .00 , , 3.50
2.00 2 /
2.00 .00 60.46 /
2.00 10.13 58.09 /
2.00 .00 , , 3.68
16.00 2 /
16.00 .00 49.31 /
16.00 7.34 40.44 /
16.00 .00 , , 5.90
30.00 2 /
30.00 .00 33.50 /
30.00 6.78 24.99 /
30.00 .00 , , 7.86
44.00 2 /
44.00 .00 19.95 /
44.00 7.41 16.71 /
44.00 .00 , , 7.55
56.00 2 /
56.00 .00 11.39 /
56.00 8.68 13.35 /
56.00 .00 , , 8.23
58.00 2 /
58.00 .00 7.99 /
58.00 8.90 11.21 /
58.00 .00 , , 8.26
/
/
0.,0.,0.,0.,0.,0. / Nullsetzen EG
0.,0.,0.,0.,0.,0.
0.,0.,0.,0.,0.,0.
0.,0.,0.,0.,0.,0.
14.00 3.56 5.27 5.49 28.00 4.44 7.39 7.75 42.00 5.31 8.10 7.52
11.00 3.36 4.66 4.88 22.00 4.10 6.70 7.00 33.00 4.72 7.76 7.86
7.50 3.18 4.10 4.29 15.00 3.63 5.48 5.69 22.50 4.13 6.77 7.08
4.00 3.07 3.76 3.87 8.00 3.20 4.17 4.36 12.00 3.42 4.86 5.07
.50 3.01 3.53 3.54 1.00 3.02 3.56 3.59 1.50 3.03 3.59 3.63
/
8 8 8 8 8 7 /
/
1.00 3.56 3.59 3.02
9.00 4.31 4.52 3.24
23.00 6.83 7.16 4.16
37.00 7.96 7.69 4.95
50.00 8.15 7.97 6.14
57.00 8.17 8.24 7.16
1 2 2 2 2 2 2
1 2 2 2 2 2
1 2 2 2 2
1 4 4 4
1 4 4
1 4
2 2 2 2 2 2 2
2 2 2 2 2 2
2 2 2 2 2
2 4 4 4
2 4 4
2 4


                        Input für das LAV für die Nachrechnung 1991 der Möll-Bogen-Gewichts-Sperre
                         Umgestellte Version des LAV für LINUX-version für den TechnoZ-Server

Nachfolgend erfolgt der PDF Ausdruck der statischen Analyse:
 


Die neuere Form der Grafik-Ausgabe über CADL (Sprache in 3D-Plotprogramm CADKEY) wurde hier eingesetzt und der Plot einfach als Hardcopy übertragen.
 
 


MOELLLAV01


MOELLLAV02



MOELLLAV03



MELLLAV05


MEOLLLAV05



MELLLAV06



MOELLLAV07



MEOLLLAF08


MEOLLLAV10



MEOLLLAF09


Grafische Darstellungen an den HP-Farb-Stiftplottern für die Talsperre Moell
 
Anschließend erfolgt noch der PDF Ausdruck der dynamischen Analyse
 




      1) R.Widmann :   "Gewölbemauern Erfahrungen-Probleme-Entwicklungen" , Die Taspserren Österreichs
                        Heft 33, (1999), ÖSTEREICHEISCHES NATIONALKOMITEE FÜR TASSPERREN TUGRAZ
                        Stromayrg. 10, A 8010 GRAZ
      2) H.Schüller  :   "Die Talsperre dr Oberstufe Glockner Kaprun" , Festschrift "Die Oberstufe der Tauernkraftwerke
                        Glockner-Kaprun" der Tauernkraftwerke A.G. Sept. 1955  Heft 33, (1999), Dipl.Ing. Heinrich Schüller